Archiv für November 2009

Comic zum Linksextremismus


Da hat der Verfassungsschutz NRW sich aber mal von seiner ganz kreativen Seite gezeigt!
Andi und der Linksextremismus

Demo gegen Räumung – 150 für autonomes Zentrum in Erfurt

Aufgrund der Räumung des ehemaligen „Keglerheims“ in Erfurt am 22.11., zog heute eine Spontandemo durch die Erfurter Innenstadt.
Gegen 18 Uhr versammelten sich ca. 150 Leute am Erfurter Hauptbahnhof. Aufgrund des gleichzeitig stattfindenden Weihnachtsmarkts war ursprünglich nur eine Dauerkundgebung genehmigt worden. Kurz vor Beginn konnte dann aber doch Anmeldung der geplanten Demonstrationsroute durchgesetzt werden.
Mit lauten Sprechchören und Transparenten lief die Demonstration durch die Stadt. Dabei wurden Flyer verteilt, die über die gestrige Räumung sowie die Kampagne „Hände hoch, Haus her“ informierten. Der vorgetragene Erlebnisbericht eines Besetzers ermöglichte es den Anwesenden sich in die Situation des Vortages zu versetzen. Die Polizei wurde durch lockere Tempowechsel und den ausdrücklich verbotenen Einsatz von Pyrotechnik auf Trab gehalten. Gegen 19 Uhr wurde die Demonstration beeendet.
Es ist ermutigend zu sehen, dass innerhalb kürzester Zeit, an einem Montatg und bei Regenwetter, so viele Leute ihre Solidarität auf die Straße trugen.
Quelle

Und hier noch der Bericht von Aftershow

Nachdem der gestrige Versuch einer erneuten Hausbesetzung scheiterte und das Projekt nach 111 Tagen geräumt wurde, versammelten sich heute etwa 150 Personen am Bahnhof, um ihre Solidarität mit den Hausbesetzer_innen und die Forderung nach einem Autonomen Zentrum in Erfurts Innenstadt zu tragen. Dort, zur besten Einkaufszeit, konnte auf das Anliegen aufmerksam gemacht werden ohne im Wanderkessel latschen zu müssen. Grund dafür war die sehr kurzfristige Anmeldung und allgemeiner Personalmangel bei der Erfurter Polizei. Vielleicht lag es am gestrigen Einsatz, vielleicht daran das die Cops auch in der Nacht nach der Räumung noch mit diversen Bränden beschäftigt waren, heute blieb es beim appellieren an Versammlungs-rechtliche Kleinigkeiten.
Auch wenn es nicht viele waren, aber, wenn in Erfurt wenigstens einmal von einer Lauten und entschlossenen Demonstration gesprochen werden kann, dann heute. Danke an alle die da waren.

„Kegelheim“ – Besetzung nach 111 Tagen geräumt


Am Vormittag des 22. November 2009 wurde in Erfurt die Besetzung des ehemaligen „Keglerheims“ öffentlich gemacht und am Abend von der Polizei gewaltsam beendet.
Nach der Räumung des besetzten Topf & Söhne-Geländes im April, entstand eine Lücke in Erfurt. Deshalb läuft seit dem Frühjahr die Kampagne „Hände hoch – Haus her!“, die mit kreativen Aktionen auf die Notwendigkeit eines selbstverwalteten emanzipatorischen Zentrums in Erfurt aufmerksam macht. Das leerstehende ehemalige „Keglerheim“ wäre hierfür geeignet gewesen. Das Objekt war bereits seit dem 3. August still besetzt. Bis heute nahmen die Besetzer_innen Instandhaltungsarbeiten vor. Unter anderem wurde das Dach gedeckt, Fenster repariert sowie eine Bar und ein Ofen gebaut.
Nach der Bekanntmachung der Besetzung am heutigen Tag wurde ab 11.30 Uhr spontan eine Kundgebung vor dem Objekt angemeldet. Insgesamt kamen mehr als 100 Sympatisant_innen zum Ort. Gleichzeitig begannen Verhandlungen mit dem Eigentümer. Dieser zeigte sich zunächst gesprächsbereit und deutete eine mögliche Duldung der Besetzung an. Aufgrund von Druck seitens der Polizei überwogen jedoch bald die Bedenken des Eigentümers. Die polizeiliche Räumung des Objekts wurde angeordnet. „Es fällt auf, dass bereits während einer ähnlichen Besetzung im Februar diesen Jahres sich der Eigentümer ebenso anfänglich kompromissbereit zeigte und dann dazu gedrängt wurde, eine Räumung zu veranlassen,“so Luise Käfer, Sprecherin der Besetzer_innen.

Zuerst wurden die Teilnehmer_innen der friedlichen Sitzblockade weggetragen. Hierbei gab es mindestens zwei Verletzte. Gegen 16:30 Uhr wurde die Tür des „Keglerheims“ von der Polizei aufgebrochen. Die Beamt_innen demolierten die komplette untere Etage. Die Räumung des Gebäudes begann. Dreieinhalb Stunden später wurde die letzte von 25 Besetzer_innen aus dem Haus geführt und in Gewahrsam genommen. Gegen Unterstützer_innen, die versucht haben, zum Haus zu gelangen, wurde Pfefferspray eingesetzt.
Noch einmal Luise Käfer: „Wir verurteilen die gewaltsame Räumung des ‚Keglerheims‘ und rufen zur Teilnahme an einer Demonstration am morgigen Montag den 23.11. um 18:00 Uhr am Hauptbahnhof auf. Wir werden auch weiterhin für selbstverwaltete Räume in Erfurt kämpfen!“.

die Besetzer_innen des ehemaligen „Keglerheims“

Erfurt: „Keglerheim“ besetzt


Nachdem im April diesen Jahres die Besetzung auf dem ehemaligen Topf & Söhne- Gelände geräumt wurde, gibt es in Erfurt kein sozial-politisch-kulturelles Zentrum mehr. Einige ehemalige Besetzer_innen nutzen seit dem 3. August das ehemalige „Keglerheim“ an der Schützenstraße als Wohnraum. Diese stille Besetzung wurde am 22.11. öffentlich gemacht, um Raum für emanzipatorische Projekte zu schaffen.

Das „Keglerheim“ befindet sich in der Nähe der Thüringenhalle. Mit der Eigentümerin wird Kontakt aufgenommen, um sich über die Nutzung des Objekts auseinander zu setzen. Während der letzten Monate wurden bereits Instandhaltungsarbeiten vorgenommen. So wurde das Dach gedeckt, eine Bar gebaut, Müll beseitigt und Fenster repariert.
Ab 11:30 Uhr wird eine Dauerkundgebung vor dem Gebäude stattfinden, bei der sich Unterstützer_innen treffen können. Für leckeres Essen und Getränke wird gesorgt sein. Am Abend wird das Zentrum mit einer Veranstaltung über anarchistische Utopien und einer kleinen Party eröffnet.
Schon seit Mai diesen Jahres läuft die Kampagne „Hände Hoch, Haus Her. Für ein selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt“, mit der auf das Fehlen selbstverwalteter Räume in Erfurt aufmerksam gemacht und ein neues Projekt eingefordert wurde.
Das neue Gebäude bietet die Möglichkeit wieder einen solchen Raum zu schaffen. Es gibt einen großen Raum für Veranstaltungen sowie mehrere Räume zum Wohnen und Realisieren von Projekten.

Kommt vorbei und unterstützt die Besetzer_innen. Informiert euch unter:

Infos und Live-Ticker: http://haendehoch.blogsport.de

Landkarte: http://stadtplan.erfurt.de/cgi-bin/ef-asp.plx?L=de&PS=0&T=ff1&ME=4&X=46&Y=53&XO=61&YO=20&MAP=aspf
Infotelefon: 0162/5919379
EA: 0174/5898987

Wir Bleiben Alle!

Werbung für Aftershow

„Kunst als Widerstand“ – Austellung im RedRoXX

„Die Ausstellung möchte auf Plakate aufmerksam machen die
Antifaschismus/Antirassismus sowie Soziale Kämpfe in Erfurt in der Zeit
von 1997-2004 beleuchten. Das Ziel ist zu zeigen wie politischer
Widerstand in dieser Zeit in Szene gesetzt wurde. Das ganze wird mit
einem Sektempfang begonnen.

Dienstag den 24. November, 18.00Uhr,
RedRoXX, Pilse 29, Erfurt.“

Zu einzelnen Plakaten werde ich etwas genauer eingehen und zb. etwas über den Anlass sagen. Gezeigt werden 10 Plakate und das ich mich auf die Zeit bis 2004 beschränke liegt daran das die meisten Leute alle späteren Plakate schon oft genug in der Stadt gesehen haben oder an den Demonstrationen selbst teilgenommen haben.