Archiv der Kategorie 'Der alltägliche Kampf'

*thumbs up*

Auf der Internetseite www.nico-packt-aus.tk präsentiert die Initiative „Tapferes Schneiderlein – Sieben auf einen Streich“ interne Informationen aus dem neonazistischen Milieu. Diese wurden in den vergangenen 1 1/2 Jahren aus dem E-Mail-Verkehr des Neonazis Nico Schneider gesammelt und ausgewertet.

8-Jahre Besetzt Festival

10.4.2009

20.00 Uhr:
Film über das Ungdomshuset in Kopenhagen und Gespräch mit dem Regisseur (angefragt)
ab 22.00 Uhr:
1 foot in da rave (live-Technogeballer, Berlin)
Rampue (Electro, Berlin)
Torsun aka Nick Rave (Electro, Techno, Berlin)


11.4.2009

17.00 Uhr:
Puppentheater
ab 19.00 Uhr:
Workshop: Strategien gegen eine Räumung des Besetzten Haus Erfurt
ab 21.00 Uhr:
206 (New Wave/Punk, Halle)
Schredder (Noiserock, Berlin)
Thought Assault (melodic Crustpunk)
Henry Fonda (Überschallhardcore, Berlin)
ab 02.00 Uhr:
Trashdisco

12.4.2009

17.00 Uhr:
Oliver Mahrle: Zur Befreiung des KZ Mittelbau/Dora
19.00 Uhr:
Roswitha Scholz: Antiziganismus. Eine ‚vergessene‘ Variante des modernen Rassismus
ab 21.00 Uhr:
Finisterre (Crusthardcore, Köln)
Vibration Syndicate (Skapunk, Erfurt)
Vyst (Crust/Screamo, Leipzig)
Ballett in Stiefeln (Punk, Erfurt/Leipzig)
ab 02.00 Uhr:
Less (Enliven Music, Erfurt)
Android Dance (Electroshitparty, Weimar)

Solisponti für die Grevenerstraße

Bericht zu der am 27. März in Erfurt stattgefunden Spontandemonstration
Am Freitagabend fand eine spontane Demonstration in Erfurt statt. Lautstark zogen die 50 TeilnehmerInnen mit Transparenten und Fahnen in Richtung Innenstadt. Dabei wurden Parolen wie „Miete verweigern, Kündigung ins Klo, Häuser besetzten sowieso“ skandiert. Anlass für die Demonstration war das am Tag zuvor in Münster, durch die Polizei, geräumte besetzte Haus in der Grevenerstraße 51-55. Mit dieser Demonstration sollte die Solidarität mit den von der Räumung Betroffenen zum Ausdruck gebracht werden. Auch wollten die DemonstrantInnen auf die weiterhin nicht geklärte Situation des besetzten Haus in Erfurt auf dem ehemaligen Topf und Söhne Geländes aufmerksam machen. Nach wenigen Metern wurden die TeilnehmerInnen von am Rande stehenden Nazis, die sichtlich betrunken waren, beschimpft und provoziert. Laut Polizeibericht sollen im weiteren Verlauf der Demonstrationen Läden geplündert und Bauabsperrungen niedergerissen worden sein. Dabei erwischte es den neuen Thor-Steinarladen „Trondheim“ in der Neuwerkstraße, der nun genügend mit Frischluft versorgt ist. Es gab im Umfeld der Spontandemonstration 17 Festnahmen, und teilweise erkennungsdienstliche Behandlungen. Die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Sachbeschädigung sowie Raub. Die Spontandemo zeigt, dass in Erfurt die Auseinandersetzungen um Naziläden und das Besetzte Haus spannend bleiben.

Quelle: Indymedia

Auch der mdr berichtet:

Erfurt: Nächtliche Randale durch Chaoten-Truppe

In Erfurt haben in der Nacht offenbar jugendliche Chaoten die Polizei in Atem gehalten. Wie die Einsatzleitstelle mitteilte, hinterließ eine Gruppe von 30 bis 50 Vermummten bei ihrem Zug durch die Stadt eine Spur der Verwüstung. Geschäfte wurden aufgebrochen, Schaufensterscheiben eingeschlagen und Baustellen-Absicherungen zerstört. Zudem erlitten zwei Passanten Verletzungen durch Reizgas. Beim Eintreffen der Polizei flüchteten die Randalierer. Mithilfe eines Großaufgebots an Beamten konnten jedoch 17 Tatverdächtige vorübergehend festgenommen werden.

Infos für Menschen die festgenommen wurden unter: Rote Hilfe Erfurt

Morgen ist es wieder soweit

Für morgen hat wieder einmal der „Aktionskreis für Frieden Erfurt“ und die „Thüringer Friedenskoordination“ zu einer Mahnwache unter dem Motto „Stoppt das Blutbad in Gaza – Für Frieden und Gerechtigkeit im Nahen und Mittleren Osten“ aufgerufen!
Das hier mit antisemitischen Kommentaren um sich geworfen wird ist absehbar. Schließlich kam es vergangenen Donnerstag ebenfalls zu diesen und auch zu einem Angriff auf eine Person mit Israelfahne. Aber nicht nur in Erfurt, sondern auch in Weimar und München kam es zu antisemitschen Pöbeleien und Angriffen!

!!!Also morgen 17.30 Uhr Anger Erfurt
Dem Protest Ausdruck verleihen!!!

Link zu Weimar

Link zu München

Ist Frieden dehnbar?Prügel-Perser in Erfurt

Erlebnisbericht zu der Friedensmahnwache am 08.01.2009 auf dem Erfurter Anger

Am 08.01.2008 riefen der „Aktionskreis für Frieden“ und die „Thüringer Friedenskoordination“ zu einer Friedensmahnwache auf dem Erfurter Anger. Als wir auf dem Anger eintrafen wurden wir sofort auf das übelste beleidigt. Dies von selbsternannten „Friedensaktivisten“. Wie ihr Frieden aussieht ist bei der nicht vorhandenen oder nur vorgetäuschten Diskussionsbereitschaft eher eine schreckliche Vorstellung. So wurden zum Beispiel Hamaskämpfer zu Freiheitskämpfer, während einer Diskussion mit einem Friedensaktivisten, verklärt. Der andauernde und schreckliche Terror der Hamas somit negiert und eine Täter-Opfer-Umkehr betrieben. Wie weit einige ihrer Sympathisanten bereit sind zu gehen, zeigte eine kleine Gruppe Teilnehmer_innen der Mahnwache. Sie griffen einen Jugendlichen an, entrissen ihm die Israelfahne und trampelten auf ihr herum. Dazu riefen sie: „Scheiß Judenfahne.“. Dies alles unter den Augen der Friedensaktivisten. Weder Sie noch die Polizei griffen ein. Anstatt sich von den gewalttätigen Teilnehmer_innen zu distanzieren, absorbierten die Mahnwach`ler_innen die Gewalttäter_innen in ihre Mitte. Von nun an war die Erfurter „Achse des Bösen“ perfekt. Gegen Ende der Mahnwache kam noch einmal einer der Angreifer mit einem Pappschild, auf welchem tote Kinder zu sehen waren, zu den israelsolidarischen Menschen. Hierbei rief er wieder antisemitische Parolen u.a. „Das machen die scheiß Juden.“ Auch hier wieder keine Reaktion von den Friedensaktivisten oder der Polizei. Als „glorreichen“ Abschluss wurde noch die interessante Frage „Wer bezahlt euch? Israel, der Mossad oder die USA?“ aus der anonymen Masse der Mahnwache heraus aufgeworfen. Nach diesen Vorkommnissen muss man sich ernsthaft die Frage nach der Ernsthaftigkeit der Mahnwache stellen. Auch ist es erschreckend, feststellen zu müssen, wie antisemitische Stereotypen in Erfurt ohne Widerworte hingenommen werden. Offener und versteckter Antisemitismus nahmen an diesem Tag in Erfurt ungeahnte Dimensionen an. So erklärte ein „empörter Passant“: „Adolf hat wohl nicht genug von euch erwischt.“ oder „Euch kriegen wir auch noch“.

Abschließend ist eindeutig fest zu stellen, das unsere Proteste gegen diese „Mahnwache“ gerechtfertigt waren und sind. Antisemitismus, egal welcher Couleur, ist gerade auch in Erfurt entschlossen entgegen zu treten.

[Israelsolidarische Jugend Erfurt]

Mut gegen rechte Gewalt
AGST
Doku Weimar